Deutsches Atlantikwall-Archiv

Alderney

 

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Alderney / Channel Islands / Îles Normandes

Alderney ist die kleinste und nördlichste Insel des normannischen Archipels. Nur 16 km von der Nordwestspitze des französischen Cotentin entfernt, beträgt die Entfernung zum britischen Mutterland von hier aus etwa 80 km.

Peilstände am Roselle Point Von diesen Peilständen britischer Bauart am Roselle Point ist das britische Mutterland wohl kaum zu sehen

Alderney kam während der Zeit der deutschen Besetzung die Aufgabe zu, den Seeweg nach St. Malo oder Granville zwischen Alderney und dem Cotentin zu sperren. Dieser Auftrag wurde im Zusammenwirken der artilleristischen Kräfte auf der Halbinsel Jobourg (Cotentin) ausgeführt.

Fort du Raz mit einem R 670

Zwar ist Alderney mit seinen 8 Quadratkilometern Fläche nicht sehr groß, wurde aber von den Deutschen in gleicher Weise stark gegen Seeanlandungen befestigt wie Guernsey oder Jersey. Jedes Kap – und sei es noch so klein, wurde mit Bunkern gespickt und zur Rundumverteidigung eingerichtet, wobei die Hauptkampfrichtung natürlich flankierend auf die benachbarten Strände gelegt wurde.

SK mit 4-Schartenturm am Bibette Head Das Panzerteil 20 P7 ist eigentlich ein 6-Schartenturm

Der große Strand im Südosten der Insel wurde von einer geradezu monströs großen Panzermauer geschützt. Heute freuen sich wahrscheinlich die Inselbewohner darüber, eine solch stabile Schutzmauer gegen die unberechenbare See zu haben.

Panzermauer 1 MG-Scharte in der Panzermauer 1 Scharte des R 631b für die den Strand deckende 47 mm Pak K 36 (t)

Während Guernsey reichhaltig mit Marinepeilständen ausgestattet ist, findet man auf Alderney nur einen einzigen Vertreter dieser markanten Bauten - den Marinepeilstand Nr. 3.

MP 3 im Osten Alderneys Der MP 3 im Osten Alderneys überwacht den Seeweg nach Granville

Weitere sollten gebaut werden, es kam jedoch nie zur Bauausführung. Dagegen errichtete die Luftwaffe einen Hochleitstand für ihr Flugabwehrgruppenkommando.

GruKo-Stand in St. Anne Der GruKo-Stand der Luftwaffe liegt zentral für alle Flugabwehrbatterien in St. Anne.

 

Das Plateau von Alderney bietet wenig natürliche Schluchten, um an deren Flanken Mundlöcher für Stollenanlagen (8 minierte Anlagen wurden erstellt) einzuschneiden. So wurden die meisten Bunkeranlagen lediglich erdversenkt errichtet.

R 617 Der R 617 war die Schaltzentrale des Festungskabelnetzes von Alderney. Hier die Ausführung mit hochgezogenen Eingängen.

Alle Fotos des Abschnitts Alderney wurden uns dankenswerterweise von Andreas Günnel zur Verfügung gestellt.

 

Zur Vertiefung

[1] DAWA Nachrichten 25/26 - Sonderbauten für die 4,7 cm Pak K 36 (t) (Festungspak)
[2] Sonderband 10 - Die Heeresregelbauten des Atlantikwalls
[3] Sonderband 13 - Panzersperren und andere Hindernisse
[4] Sonderband 22 – Militärmuseen auf den Kanalinseln


 

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Stand: 17. Dezember 2016

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