Deutsches Atlantikwall-Archiv

UBB Brest

 

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U-Boot-Basis Brest

Stand 12.12.2016

Brest mit seinen umfangreichen Marineanlagen ist neben Toulon der wichtigste französische Marinestützpunkt. Geschützt vor den tückischen Biskaya-Stürmen kann hier eine ganze Flotte in der Reede von Brest ankern.

Der U-Bootbunker Brest, von der Pointe d'Espagnol aus gesehen

Die Deutschen erkannten den strategischen Wert der Stadt sehr schnell und installierten hier - neben diversen Werftanlagen - einen gezeitenunabhängigen U-Boot-Stützpunkt.

Der U-Bootbunker wurde westlich des Arsenals errichtet und war lange Zeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Das hier frz. Atom-U-Boote ihren Liegeplatz hatten, ist allerdings ein Gerücht. Diese befinden sich in unterirdischen Anlagen gegenüber von Brest auf der Halbinsel Crozon. Lediglich kleinere Vorpostenboote haben in den Boxen auch heute noch ihren Liege- oder Reparaturplatz.

Boxeneinfahrt

Der Werftbunker wurde von Nahverteidigungstürmen geschützt, die neben einem Treppenhaus zum Dach zahlreiche Schießscharten aufwiesen.

Nordostecke Mittlerer Nahverteidigungsturm

Neben den Werftanlagen waren sämtliche Kommando- und Unterkunftsräume der Werftbesatzung unter Beton geschützt in dem Bauwerk integriert.

Nordwestecke Westseite

Der externe Kraftwerksbunker war noch lange Zeit nach dem Krieg in Funktion. Man könnte ihn sogar für einen neuzeitlichen Bautyp halten.

Kraftwerksbunker

Vor einiger Zeit konnte man die U-Boot-Basis in einigen Teilen offiziell besichtigen. Vor allem wurden die Boxen, das Dach sowie ein Flugabwehrturm gezeigt.
Seit etwa 2015 sind diese Besichtigungsmöglichkeiten aufgrund der allgemeinen politischen Lage (Terrorangst, IS etc.) wieder zurückgefahren worden und die UBB Brest zeigt sich unnahbar wie zu Zeiten des Kalten Krieges.

 

Zur Vertiefung

[1] DAWA Sonderband 17 - Militärmuseen in Frankreich

  

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Stand: 17. Dezember 2016

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