Deutsches Atlantikwall-Archiv

Örland

 

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Das militärische Zentrum der Halbinsel Örland ist zweifellos auch heute noch die alles auf der Halbinsel beherrschende NATO-Airbase. Schon zu Kriegszeiten ein wichtiger Fliegerhorst, wurde das Terrain rundum durch mehr oder weniger große Stützpunkte gesichert. Botngaard - Vf-Stand für eine 4,7cm Pak K 36 (t)
 
HKB Hoön - R 671, Detail der Tarnung Die Halbinsel Örland wurde von zwei Heeresküstenbatterien flankiert und zusätzlich von der - eigentlich zum Schutz der Zufahrt in den Trondheimfjord erbauten - 28cm (in Drillingsturm) Marinebatterie Örlandet gesichert. Rund um den Flughafen befanden sich Flakstellungen zur Tieffliegerabwehr und eingebaute Kampfwagentürme zur Sicherung gegen Landangriffe. Nahezu alle größeren oder wichtigeren Anlagen sind auch heute noch im Besitz des Militärs.

Die MKB Örlandet mit ihrem Turm 'C' des Schlachtschiffes GNEISENAU ist seit einigen Jahren neben den Batterien VARA, DIETL und TRONDENES ebenfalls als Museum zu besichtigen. Ihre Schwesterbatterie (Turm 'B' der Gneisenau) FJELL bei Bergen liegt auf Militärgelände und kann nur mit spezieller Genehmigung besucht werden.

28cm Drillingsturm 28cm Drillingsturm
28cm Drillingsturm, Verschluß Der bis vor wenigen Jahren schußbereit gehaltene Drillingsturm bietet dem Museumsbesucher die einzigartige Möglichkeit, sich mit der seinerzeit revolutionären Technik vertraut zu machen, die es ermöglichte, alle drei Rohre gleichzeitig in jeder beliebigen Schwenkstellung des Turmes nachzuladen.
Auf dem Foto ist die Ladeschwinge vor dem Verschluß zu sehen.
Der Drillingsturm wurde wie auf einem Schlachtschiff mit den notwendigen Bedienebenen mehrstöckig in den Felsen von Austratt eingebaut. Hier zu sehen ist die Maschinenplattform unterhalb der Geschützplattform. 28cm Drillingsturm, unter der Geschützplattform
28cm Drillingsturm, Geschützplattform links Hier die linke Seite des Geschützturmes mit dem noch eingebauten Turmsehrohr, oben links zu sehen. Im Hintergrund die Sitze der Werteeinsteller. Rechts der Verschlußblock des linken Rohres.

Außerhalb der Öffnungszeiten (10h-18h) kann das Gelände der Batterie teilweise frei begangen werden. Hier sind neben einem R 631 noch ein R 622, ein Ringstand, eine Panzermauer und die Drehhaube für den Entfernungsmesser der Batterie zu sehen. Leider sind die größeren Bauwerke verschlossen.

 

Zur Vertiefung:

[1] DAWA Sonderband 10 - Die Regelbauten des Heeres im Atlantikwall
[2] DAWA Sonderband 19 - Militärmuseen in Nordeuropa
[3] DAWA Sonderband 31 - Bildband Heeresregelbauten, Teil 2 (Neuauflage 2017 in Farbe!)

  

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Stand: 17. Dezember 2016

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