Deutsches Atlantikwall-Archiv

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DAWA zu Gast bei Freunden

Stand 06.10.2015

Oft hören wir den von unseren Lesern geäußerten Wunsch, an Bunkerfahrten teilnehmen zu wollen, weil man eine Bunkerfahrt allein aus dem einen oder anderen Grunde nicht unternehmen wolle. Dem kann abgeholfen werden. Keiner muß ohne fachliche Unterstützung auf Entdeckungsreise gehen. Vielleicht ermuntern nachfolgende Hinweise, doch das eine oder andere Mal die Gelegenheit wahrzunehmen und der Einladung der verschiedensten Gastgeber zu folgen - daher auch das "entliehene" Motto der Fußballweltmeisterschaft 2006 als Überschrift zu diesem Abschnitt unserer Webpräsenz.
Die wichtigsten Treffen der europäischen Festungsvereine geben wir auf unserer Neuigkeitenseite bekannt. Vielleicht trifft man sich ja einmal vor Ort? Neben dem Insiderwissensaustausch bietet sich für uns vom DAWA bei diesen Gelegenheiten endlich die Möglichkeit zu einem Gespräch mit unseren Kunden, die zu diesen Treffen oft als Gäste erscheinen. Manche wertvolle Anregung haben wir dort schon erhalten und wenig später in die Tat umsetzen können.
 

 

Forum International de la Fortification

Höhepunkte unserer Arbeit, die - leider - zu einem großen Teil am Schreibtisch erledigt werden muß, sind die Festungstreffen mit befreundeten Festungsforschern oder - mit öffentlicher Beteiligung - deren Vereinigungen. Vor allem die französischen Festungsfreunde sind hier sehr rege und veranstalten meistens am zweiten Oktoberwochenende ihr "Forum International de la Fortification", zu dem die eingeladenen europäischen Festungsvereinigungen ihre Delegationen entsenden.
 

Das Festungsstädtchen Villey-le-Sec bei Toul mit seinen Forts aus der Ära Séré de Rivières eignet sich hervorragend als Veranstaltungsort für Festungsforen. Ein kleiner Nachteil ist die reine Größe der Gesamtanlage, die eine Schwerpunktsetzung schwierig macht.
Die Anlagen können mit Führung in den Sommermonaten besichtigt werden.
Villey-le-Sec - Zufahrt zum Reduit
in Villey-le-Sec Villey-le-Sec - Infanteriebeobachtungsstand


Man trifft sich vereinsintern am Samstag, bereitet alles vor und lädt zu Fachvorträgen, um danach am Sonntag der Öffentlichkeit den Veranstaltungsort präsentieren zu können. Hier handelt es sich um eine größere Festungsanlage in oder in der Nähe von Frankreich.
So kann man sich als Hobbyforscher über wichtige europäische Festungsanlagen in Form eines Sonntagsausfluges kundig machen - denn auch für die Familienangehörigen sind diese Festungstreffen zu empfehlen. Man/frau kann über gebahnte Wege an Führungen teilnehmen, alle Sehenswürdigkeiten der gastgebenden Anlage werden erläutert und oft werden dabei Waffen und Geräte in Aktion gezeigt, die sonst ein Schneewittchen-Dasein fristen. Da die Veranstaltungsorte in geschichtsträchtiger Umgebung eingebettet sind, ist ein Besuch naheliegender weiterer Anlagen möglich und wird auch meistens per Führung angeboten.
Hat man in der Vergangenheit alle Festungsforen besucht, konnte man schon einiges über die mitteleuropäische Festungsgeschichte erfahren. So traf man sich beispielsweise

1997 im Artilleriewerk Michelsberg der Maginot-Linie nördlich von Thionville
1998 im Artilleriewerk Michelsberg der Maginot-Linie nördlich von Thionville
1999 im Festungsstädtchen Villey-le-Sec
2000 in Jeumont mit Besuch des Fort de Leveau und der dortigen Anlagen der Maginot-Linie um Maubeuge
2001 im Fort Vézelois bei Belfort
2002 im Fort Bourlemont bei Neufchâteau
2003 in der Feste Kaiser Willhelm II  bei Mutzig
2004 nochmals im Festungsstädtchen Villey-le-Sec
2005 im Fort d'Uxegney bei Epinal
2006 im malerisch gelegenen Fort de Joux bei Pontalier
2007 im Fort de Cognelot, auch Vercingetorix genannt, bei Langres
2008 im Fort de Seclin bei Lille
für das im Artilleriewerk Michelsberg geplante Treffen 2009 erhielt man keine behördliche Genehmigung
2010 im Artilleriewerk Galgenberg der Maginot-Linie bei Sentzich nördlich von Thionville
2011 in einer Alpenfestung
2012 in der Festung Toul
2014 im Artilleriewerk Galgenberg
2015 in der Zitadelle von Montmédy

 

 

Kölner Festungstage

Der Kölner Festungsgürtel bestand aus 12 großen Forts, 23 Zwischenwerken und zahlreichen kleineren Bauten. Verbunden wurden diese Anlagen durch die so genannte Militärringstraße, die damals an ihrer stadtauswärtigen Seite eine Hainbuchenhecke als Sichtschutz erhielt.
Mittlerweile haben sich zwei feste Termine in Köln etabliert: zum einen der Tag der Forts (Ende Frühjahr oder im Herbst) und zum anderen der Tag des Offenen Denkmals (Ende Sommer) in Köln. Anläßlich dieser Termine laden die Mitglieder des CRIFA immer in das von ihnen betreute Zwischenwerk VIIIb im Kölner Süden ein.
Ausgehend vom Zwischenwerk VIIIb werden am Tag der Forts sowie am Tag des Denkmals auch Führungen zu normalerweise geschlossenen oder nur sehr selten geöffneten Befestigungsanlagen organisiert. Durch die Zusammenarbeit des CRIFA mit der Stadt Köln und den Eignern der jeweiligen Anlagen ist es an diesen Tagen möglich, sich einen Überblick über die Festungs- und Frontstadt Köln zu verschaffen, wobei auch immer wieder Luftschutzanlagen gezeigt werden.

Im Zwischenwerk VIIIb kümmert man sich liebevoll um das leibliche Wohl der Gäste, oft ergänzt durch kleine Unterhaltungsangebote. "Atzung" im Zwischenwerk VIIIb
Luftschutzturm der Bauart Winkel im Kölner Norden Der Köln-Niehler Winkelturm ist eine Außenstelle des Kölner Festungsmuseums und kann nach Voranmeldung an jedem 3. Samstag im Monat besichtigt werden. Auch am Tag des Offenen Denkmals war der Turm in einigen Jahren geöffnet - zuletzt 2015.

 

 

Der Westwall-Tag

Auch andere deutsche Festungsfreunde sind rege und veranstalten einen Westwall-Tag. Hier schaut man sich (geführt) die noch erhaltenen Reste von Bunkern der deutschen Westgrenze an. Das Ganze wird meistens ohne Unterstützung öffentlicher Stellen auf privater Basis organisiert, was durchaus seinen Charme besitzt und mehr die Praktiker anspricht. Infos bei info@westwalltag.de

Einige Dutzend Fahrzeuge
sind schwerer zu hüten als der sprichwörtliche Sack Flöhe
Westwalltag im Raum Ettlingen

 

 

Der Fortendag der Stiftung Simon Stevin

Die belgischen Festungskollegen der Simon Stevin Stichting veranstalten regelmäßig ihren Fortendag mit interessanten Rahmenprogrammen. Näheres bei:
Frank Philippart
Simon Stevin
Oosterveldlaan 146
B 2610 Antwerpen (Wilrijk)
E-Mail: Frank.Philippart@simonstevin.org

So konnten wir beispielsweise 2012 an der Veranstaltung im Fort Stabroek teilnehmen. Das Fort befindet sich im Besitz eines Vereins und kann regulär nicht besichtigt werden. Im Fort Stabroek

In 2015 waren wir am letzten Septembersonntag zu Gast bei der Festungsbörse auf dem Prinzregentengelände in Raversijde bei Oostende.
Dieses Festungstreffen war – mit Unterstützung der Domein Raversijde – wieder einmal hervorragend organisiert. Die Teilnehmer wurden aufs Beste betreut. Der strahlende Sonnenschein tat ein übriges und lockte viele Spaziergänger in die aufwändig restaurierten Stellungen der beiden Batterien Aachen und Salzwedel (Tirpitz).

Ein besonderer Augenfang ist das frisch restaurierte FuSE 65 (E) in der Ausführung für den Eisenbahneinsatz, auch wenn in der Batterie Tirpitz kein solches Gerät originär installiert war. FuSE 65 (E) Würzburg-Riese

 

 

Nicht nur Festungstreffen

Hier und da sind wir auch bei Vereinen zu Gast, die uns zu selbst organisierten Treffen einladen.

Im Spätsommer 2015 waren wir Aussteller auf der "Open Air" Veranstaltung bei den Haager Bunkerfreunden in Scheveningen.
Immerhin, Zentrum der Angelegenheit war ein Doppelgruppenunterstand R 622, der leider mittelfristig einem Neubauprojekt weichen wird.

 

Etliche Willy's waren in Scheveningen zu sehen

 

DAWA Aktivitäten

Neben diesen "Großveranstaltungen" gibt es natürlich zahlreiche interne Fahrten des Deutschen Atlantikwall-Archivs mit wechselnder Teilnehmerzahl, die aber oft so kurzfristig anberaumt werden müssen, daß eine Mitnahme von neuen Gästen fast unmöglich ist. Mehr als 6-9 Personen in 2-3 Fahrzeugen sind es selten. Immerhin liegen die Ziele recht weit entfernt und die damit verbundenen Touren dauern mehrere Tage. Ein weiteres Hindernis sind dann unsere "Erkundungsgewohnheiten": Zeit ist knapp und so sind wir mit dem ersten Fotolicht in der ersten Stellung und verlassen das Zielgebiet erst dann, wenn ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr möglich ist - und keine Hohlgänge oder Innenräume mehr auszumessen sind.

An der Jägerbahn in Grove Erkundung auf dem Fliegerhorst Grove / Karup (DK)

 

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Stand: 17. Dezember 2016

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Harry Lippmann, Schmittgasse 151, D - 51143 Köln  - Telefon: (02203) 87818
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